17. Etappe Grimselpass - Guttannen

22. August 2022 (1 Tag)

In vielen Kantonen beginnt heute ein neues Schuljahr...meine Gedanken sind bei den Kindern und Jugendlichen...

Nach über zwei Jahren Massnahmen, welche sie in ihrer physischen, psychischen und sozialen Integrität belasteten, muss gewährleistet sein, dass die Schüler und Schülerinnen jetzt und künftig bedingungslos vor behördlicher Schikane und Willkür geschützt werden. Alle Erwachsene - gleich in welcher Rolle oder Funktion- tragen die Mitverantwortung für das Wohl der heranwachsenden Generation. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Kinder und jungen Menschen in einer Welt aufwachsen können, in denen sie die Freude ihres Daseins erleben können. Eine Welt, in der das Vertrauen die Angst überwindet; in der sie ermutigt werden, das Wahre, Gute und Schöne zu erkennen und vom Gegenteiligen unterscheiden zu können. Schaffen wir Räume, in denen die jungen Menschen positive Erfahrungen der Selbstwirksamkeit machen können und ihr Mitgefühl für alles Lebendige entfalten.


(Ratschläge des Herzens von Dalai Lama) An die Lehrer

Ich bin überzeugt davon, dass Fortschritt oder Verfall der Menschheit

zu einem guten Teil von den Erziehern und Lehrern abhängt

und diese daher eine grosse Verantwortung zu tragen haben.

Wenn Sie unterrichten, dann seien Sie bemüht, nicht nur Wissen zu vermitteln,

sondern versuchen Sie auch, in Ihren Schülern ein Gefühl für die grundlegenden

menschlichen Qualitäten zu wecken und in ihnen Redlichkeit, Mitgefühl,

die Fähigkeit zu verzeihen und Verständnis für andere Menschen wachsen zu lassen.

Diese Themen sollen nicht nur der traditionellen Moral,

oder der Religion, vorbehalten sein. Zeigen Sie ihren Schülern,

dass diese Eigenschaften für das Glück und das Überleben der Welt

ganz einfach unverzichtbar sind.

Lehren Sie ihre Schüler mit anderen in Dialog zu treten

und Konflikte ohne Gewaltanwendung zu lösen.

Lehren Sie sie, sich im Falle von Unstimmigkeiten

für das zu interessieren, was der andere denkt.

Bringen Sie ihnen bei, die Dinge nicht von einem engen Standpunkt aus

zu beurteilen und nicht nur an sich selbst, an ihre Gemeinschaft,

ihr Land, ihre Rasse zu denken, sondern sich bewusst zu werden,

dass alle Wesen die gleichen Rechte und die gleichen Bedürfnisse haben.

Versuchen Sie, in ihnen ein Gefühl für Verantwortung zu wecken,

zeigen Sie ihnen, dass nichts was sie tun wirkungslos ist,

sondern alles den Rest der Welt beeinflusst.

Begnügen Sie sich nicht mit Worten,

seien Sie selbst ein Vorbild,

dann werden sich die Schüler besser an das erinnern, was Sie ihnen sagen.

Kurz gesagt:

Zeigen Sie sich in jeder Hinsicht verantwortlich für die Zukunft ihrer Schüler.


Zu Beginn dieses neuen Schulstartes möchte ich meinen Weg fortsetzen - auch wenn ich mir dafür nur den heutigen Tag Zeit nehmen kann. Insgesamt etwa 7h Zugreise für eine Wanderstrecke von etwa 5h...warum nicht, wenn ich meine "Schreibtischarbeit" in den Zug verlege?! So habe ich schon einiges erledigen können, bis ich gegen 10.30 Uhr bei schönstem Wetter auf der Grimselpasshöhe ankomme. Zuerst mal mich dem Heidelbeerparadies zuwenden- solange es noch welche gibt...habe ich schon geschrieben, wie gesund diese sind - insbesondere die "wilden"?! In seinem Buch "Medical Food-warum Obst und Gemüse als Heilmittel potenter sind als jedes Medikament" beschreibt Anthony William die heilsamen Wirkstoffe der wilden Heidelbeeren. Und diese haben wir in den Bergen gratis, nebenwirkungsfrei und à discretion...

Warum kommen solche Empfehlungen, zur Stärkung unseres Immunsystems & unserer Gesundheit allgemein, nicht vom Gesundheitsamt?! Oder wird in den Schulen gelehrt?!

Statt auf Prävention und Stärkung des Körpers zu setzen, wird ein ganzer Apparat der Angstmache und der Vermeidungsstrategie ständig am Laufen gehalten. Dass Angst das Immunsystem schwächt, ist vielfach nachgewiesen und wohl auch für jeden nachvollziehbar. Dass wir durch die ständige Aufmerksamkeit auf das, was wir NICHT haben möchten, gerade dieses anziehen, haben wohl auch schon die meisten selbst erfahren.


Doch wie können wir uns der schädlichen Propaganda entziehen, womit wir in unserem Alltag rund um die Uhr im "Alarm-Modus" gehalten werden?!

Ich kann mich dazu entscheiden, immer wieder meinen Fokus auf das Schöne, auf das Gute zu richten und dies ist immer AUCH vorhanden - selbst in den schwierigsten Zeiten.

Und dabei gibt es zumindest einen konstanten Verbündeten: die Natur. Eine Blume kümmert sich nicht um irgendwelche Bedrohungen, auch wägt sie nicht ab, ob es sich nun lohnt oder nicht, sie blüht in ihrer vollen Kraft.


...Wanderweg entlang der Grimsel-

Stauseen...



Es ist eine Entscheidung eines jeden Menschen selbst, ob er bereit ist, das Schöne, Wahre und Gute zu nähren - selbst unter schwersten Bedingungen, so wie z.B. Hans Scholl aus dem Krieg in einem Brief an seine Familie schrieb: "Die Blume vergeht, aber die Schönheit bleibt."


So haben wir eine Verantwortung dafür - insbesondere in Zeiten wie diesen - heranwachsenden Menschen ein Vorbild zu sein, damit sie das Schauen und Sehen des Schönen, Wahren und Guten entwickeln können. Denn nur aus diesem heraus können sie eine natürliche Widerstandskraft entwickeln, um sich selbstwirksam vor schädlichen und krankmachenden Einflüssen zu schützen.








Und während ich- gemütlich dahin spazierend - meine Gedanken spielen lasse, wie ich diese Verantwortung noch mehr & noch konkreter in meinem Alltag wahrnehmen kann...erreiche ich die Hängebrücke, welche mich zur "Gelmerbahn" führt. Mit bis zu 106 % Steigung fährt sie in einem offenen Wagon hinauf zum Gelmersee - eine genussvolle "Slow Motion-Achterbahn".

Heute lasse ich sie aus, vor einigen Jahren war ich in dieser facettenreichen Gegend zum Wandern & Klettern.









Zeit für eine Pause...ach ja, habe ich schon gesagt, wie gesund Heidelbeeren sind?! Ja, insbesondere die "wilden"! ; ) Nach einem Picknick mache ich auf einem sonnengewärmten, grossen Stein ein "Kraftnickerchen" (oder müsste ich "Power Nap" schreiben?)...




...hoppala, da habe ich doch etwas zu lange geschlafen! Es ist schon kurz nach 17 Uhr! Ich komme zu einem nächsten Wegweiser - nun gilt es , eine Wegzeit von 1.45h zu einer Dauer von 1.15h! zu machen! Denn der letzte Bus, mit dem ich noch bis nach Hause komme, fährt um 18.42 Uhr...gut, habe ich heute nur leichtes Gepäck...Guttannen, einige Minuten, bevor der Bus kommt, erreiche ich den Dorfbrunnen...grade noch Zeit, um meine Trinkflasche aufzufüllen für die lange Heimreise. Diese nutze ich, um meine Arbeit am Laptop fortzusetzen und bin sehr zufrieden mit meiner heutigen integrativen "Work-Life-Balance" : )


Was hat Guttannen mit Ladakh zu tun ?

Guttannen ist ein idyllisch gelegenes Bergdorf, welches jedoch von verschiedenen Natur-gefahren bedroht wird. Im Winter 1999 war das Dorf während Wochen von der Umwelt abgeschnitten, weil die Strasse wegen hoher Lawinengefahr gesperrt war. Im Sommer 2005 verschüttete ein Murggang die Hauptstrasse und verstopfte die Aare, die sich danach einen neuen Weg durch das Dorf suchte.




11 Ansichten0 Kommentare